1918 - 1933

In den Jahren 1918/ 1919 wird mit neuerlichem Mut an den Aufbau der Kapelle gegangen: Instrumente werden angekauft, viele Proben gehalten und so können die Mitglieder die Freude erleben eine leistungsfähige Kapelle zu schaffen, trotz der Schwierigkeiten die sich von vielen Seiten zeigen.

Am 25. August 1925 konnte wieder ein Konzert abgehalten werden, welches zahlreich besucht war.

Am 27.Mai 1927 legt Oberlehrer Bruckmayr seine Stellen als Dirigent, Schriftführer und Bassflügelhornist nieder. Diese Entscheidung wird von den Mitgliedern sehr bedauert.
Lehrer Franz Plechinger wird Anfang 1927 als Dirigent gewonnen.

In den darauffolgenden Jahren wirkte die Kapelle an zahlreichen örtlichen Veranstaltungen mit und veranstaltete auch viele Konzerte.

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Die Mininger Musikkapelle war aber auch ein gern gesehener Gast bei Veranstaltungen in den umliegenden Gemeinden. Die Chronik berichtet von einem Feuerwehrfest in Moosbach:
Am 25. August beteiligten sich Musik und Feuerwehrverein an der Feuerwehrfahnenweihe in Moosbach. [...] Da ein sehr heißer Tag war, war kaum der Durst zum aushalten und so begab sich die Musik nach der Feierlichkeit zum Rieder-Wirt. Dass der Durst geloschen wurde ist begreiflich. Es wurde ein tadelloses Konzert aufgeführt. Eine Gemütlichkeit unter den Gästen war erkennbar und so wechselte Musik und Gesang ab. Dass es an Freibier nichts fehlte war selbstverständlich. [...] Ein Teil der Kapelle löste sich und fuhr nach Hause. Der übrige Teil hatte noch Durst und bleibt noch picken. Es wurde gespielt nachdem wurde die Heimfahrt begonnen. In Dietraching halt ein Wirtshaus der Wirt rief: „Spielts eins“ Das wurde erfüllt. Das Bier das die Gäste und der Wirt zahlten konnte nicht getrunken werden.

Am Silvesterabend stand immer wieder eine sogenannte Silvesterunterhaltung im Gasthaus Stadler auf dem Programm, wo sogar auch lustige Theatereinlagen zum Besten gegeben wurden.

Am Sonntag den 14. August 1932 wurde in Mining das Kriegerdenkmal eingeweiht. Die Musikkapelle war ab 5 Uhr früh bis in den späten Nachmittag im Einsatz.

Strenge Regeln, den Probenbesuch betreffend, wurden im November 1932 einstimmig beschlossen:Probenbeginn war um 19.30 Uhr. Wer verspätet erscheint zahlt 10 Groschen Strafe. Für das Fernbleiben ohne dringenden Grund wurden 20 Groschen Strafe verhängt. Bei einem 5-maligen Fernbleiben ohne wichtigen Grund konnte derjenige vom Verein ausgeschlossen werden. Was würde wohl passieren, wenn wir diese Regeln heute einführen würden?

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Zeichnung aus der Vereinschronik der damaligen Zeit von H.Bruckmayr