1954 - 1961

Bei den alljährlichen Silvesterfeiern wurden bis dahin schon lustige Einakter gespielt, allerdings kamen die Schauspieler teilweise nicht aus den Reihen der Musiker. Dies sollte sich ändern, und so wurde im Jänner 1954 die Gründung einer eigenen Theatergruppe aus den Reihen der Musik beschlossen, welche als Ziel die Anschaffung einer neuen Bühne hatte und in weiterer Folge die Vereinskasse unterstützen sollte. Schon 3 Monate später konnte das erste Stück „ Hass und Liebe“ aufgeführt werden.

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Schlussszene beim Theaterstück "Hass und Liebe"

Als einer der Höhepunkte der Vereinsgeschichte darf zweifellos das 50 jährige Gründungsfest vom 28. – 29. August 1954 bezeichnet werden.
Mehr als 3000 Schilling wurden in die Vorbereitung dieses Festes investiert.
Die Jubelfeier wurde am Samstag, den 28. August mit einer eindrucksvollen Trauerkundgebung und Heldenehrung eingeleitet. Im Schein der Fackeln, unter den Klängen der Ortsmusik und den drei schon zur Vorfeier eingetroffenen Gastkapellen – der Solinger Kapelle und den Musikkapellen von Kirchberg am Inn und Kirchheim marschierten Abordnungen der Ortsvereine mit Fahnen durch den Ort und nahmen nachher vor dem reich geschmückten und hell beleuchteten Kriegerdenkmal Aufstellung.
Nach dem kirchlichen Totengedenken und dem Läuten der Totenglocke gedachten Schuldirektor Karl Urbann und Bezirksobmann Richard Wagner in Ihren Ansprachen der vielen Opfer der beiden Weltkriege. Es wurden Ehrenschüsse abgegeben. Das Lied vom „Guten Kameraden“ und ein bescheidenes Feuerwerk beendeten das Totengedenken und der Festzug bewegte sich ins Gasthaus Kreil, wo im Saal die offizielle Begrüßung stattfand. Nach einem einleitenden Marsch brachte Oberlehrer Urbann einen Rückblick in die Geschichte der Musikkapelle Mining aus Chronik und mündlicher Überlieferung zur Verlesung. Gründer Johann Stadler wurde für sein Wirken und seine 60-jährige Musikertätigkeit geehrt. Frohes Beisammensein und flotte Weisen der Gastkapellen beschlossen den Abend.
Am Sonntag früh bildeten der musikalische Weckruf und Böllerschüsse den Auftakt zu einem großen Festtag für Mining. Um halb 8 Uhr las GR. Franz Leopoldsberger die Gedächtnismesse für die verstorbenen Mitglieder der Jubelkapelle. Während derselben wurde unter der Leitung von Kapellmeister Alfons Lentner die Deutsche Messe von Haydn gespielt. Am Vormittag konnten 11 Gastkapellen in Mining begrüßt werden. Um 11 Uhr war Festkonzert an dem sich sämtliche Musikkapellen beteiligten.

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Beim stattlichen Festzug am Nachmittag marschierten 12 Musikkapellen mit strammer Marschmusik in schmucker Uniform durch den reich bekränzten und festlich beflaggten Ort. Ihnen voraus sah man auf feurigen Pferden fünf Reiter, und die Gründungsmitglieder und Ehrengäste in schön geschmückten Kutschen.
Nach dem Festzug war Aufstellung vor der Festtribüne. Bundeskapellmeister Zehmann hielt die Festrede. Der Hessenmarsch und der Ruetz Marsch wurden als Gesamtspiel aufgeführt.
Die zahlreichen Zuschauer zollten der gesamten Festveranstaltung große, begeisterte Anerkennung. Nach Abschluss der Feier konzertierten die einzelnen Kapellen in den verschiedenen Gastgärten,


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Ein Festtag für die Gemeinde Mining war die am 25. September 1955 abgehaltene Glockenweihe. Nach dem Erntedankfest am Sonntag Vormittag brachte um Halb 2 Uhr ein stattlicher Innnviertler Festzug die 4 neuen Glocken vom Bahnhof durch den reich geschmückten und festlich beflaggten Ort zur Kirche. Ganz Mining war auf den Beinen. Die Musik umrahmte die Feier mit ihren musikalischen Weisen.


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